Baobab im Nxai-Pan-Nationalpark
Natur & Tiere

Kavango Zambezi: Das Naturschutzgebiet der Superlative

Von am 10. Oktober 2017

Die Kavango Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA TFCA) ist nach dem Nordost-Grönland-Nationalpark das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Welt. An dem Projekt sind derzeit 36 Nationalparks und Reservate in fünf Staaten beteiligt.

Mit einer Fläche von 519.912 Quadratkilometern ist die KAZA TFCA deutlich größer als Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Das Projekt wurde gestartet, um eine nachhaltige Verwaltung des beispiellosen Ökosystems zu ermöglichen. Insbesondere den Elefanten soll das Schutzgebiet eine freie Bewegung in ihrem natürlichen Lebensraum bieten. In dem Park leben 250.000 Dickhäuter – das sind rund 44 Prozent der gesamten Elefantenpopulation Afrikas.

Elefanten im Chobe-Nationalpark, Botswana

Elefanten im Chobe-Nationalpark in Botswana (Bild: Shutterstock.com)

Die KAZA TFCA umfasst bereits bestehende Nationalparks und Wildreservate in den Mitgliedsstaaten Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen das Okavango-Delta und die Makgadikgadi-Salzpfannen in Botswana, der Kafue-Nationalpark in Sambia, der Hwange-Nationalpark in Simbabwe und die Victoria-Fälle im Grenzgebiet zwischen Sambia und Simbabwe.

Die wichtigsten Schutzgebiete nach Mitgliedsstaaten:

  • Angola: Luiana-Nationalpark, Longa-Mavinga-Nationalpark
  • Botswana: Chobe-Nationalpark, Makgadikgadi-Pans-Nationalpark, Nxai-Pan-Nationalpark, Moremi-Wildreservat
  • Namibia: Mamili-Nationalpark, Mudumu-Nationalpark, Bwabwata-Nationalpark
  • Sambia: Liuwa-Plain-Nationalpark, Kafue-Nationalpark, Mosi-oa-Tunya-Nationalpark, Sioma-Ngwezi-Nationalpark
  • Simbabwe: Hwange-Nationalpark, Kazumu-Pan-Nationalpark, Unterer-Sambesi-Nationalpark, Nationalpark Victoria-Fälle
Kubu Island

Der Name ist irreführend: Bei Kubu Island handelt es sich um keine Insel sondern um eine Erhebung in den Makgadikgadi-Salzpfannen in Botswana. (Bild: Von Stefan Huchler, stefan.huchler@gmx.net, Genehmigung liegt vor – http://www.flickr.com/photos/28361452@N08/2638385329/in/photostream/, CC BY-SA 3.0, Link)

Der Grundstein für das gigantische Schutzgebiet wurde vor 14 Jahren gelegt: Am 24. Juli 2003 formulierten die Tourismusminister der Mitgliedsstaaten in der namibischen Stadt Katima Mulilo ihre Vision für die Errichtung eines grenzüberschreitenden Parks. Die Umweltminister der beteiligten Länder unterzeichneten am 7. Dezember 2003 in Victoria Falls (Simbabwe) eine entsprechende Absichtserklärung. Die Gründung wurde am 18. August 2011 durch die Staats- und Regierungschefs formell bestätigt, die offizielle Eröffnung erfolgte am 15. März 2012 wiederum in Katima Mulilo.

Neben dem Schutz von Natur und Wildtieren soll die KAZA TFCA auch ein touristisches Zugpferd für die Region werden. An einem gemeinsamen Visa, das alle Teile des Schutzgebiets umfasst, wird derzeit noch gearbeitet. Am 28. November 2014 wurde das KAZA UNIVISA zwischen Sambia und Simbabwe als Pilotprojekt für eine Probezeit von sechs Monaten gestartet. Seit 21. Dezember 2016 ist das Zwei-Staaten-Visum nun regulär erhältlich.

Ausdehnung der KAZA TFCA

Bild oben: Nachthimmel über einen Baines Baobab im Nxai-Pan-Nationalpark in Botswana (Bild: Shutterstock.com)

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