Baobab-Allee in Madagaskar
Natur & Tiere

Die Legende von den liebenden Affenbrotbäumen

Von am 20. Juni 2017

Die Baobab-Allee nahe der Stadt Morondava an der Westküste gehört zu den Hauptattraktionen von Madagaskar. Etwas weniger beachtet werden die nahegelegenen „Baobab Amoureux“, über die man sich eine zauberhaufte Legende erzählt.

Die berühmte Baobab-Allee bezeichnet einen 260 Meter langen Abschnitt entlang der Nationalstraße 8, an dem etwa 30 Affenbrotbäume der Gattung „Adansonia grandidieri“ stehen. Die Bäume haben etwa eine Höhe von 30 Metern, der älteste unter ihnen soll über 800 Jahre zählen.

Einst waren die Baobabs von dichtem Wald umgeben, der aber landwirtschaftlichen Aktivitäten zum Opfer fiel. Die Riesenbäume wurden allerdings verschont und sind heute das vermutlich begehrteste Fotomotiv der Insel. Bei nicht wenigen der knapp 300.000 Touristen, die jährlich nach Madagaskar kommen, zählt ein Besuch der Allee zum Pflichtprogramm.

Baobab-Allee in Madagaskar

Eine einheimische Familie auf der Baobab-Allee (Von GavinevansEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link)

2007 wurden die Baobab-Allee vom madagassischen Umweltministerium unter Naturschutz gestellt. Allerdings gibt es kein Besucherzentrum und keine Eintrittsgebühren, so dass die einheimische Bevölkerung vom Tourismus nicht unmittelbar profitieren kann.

Gemeinsam mit der lokalen NGO Fanamby hat Conservation International deshalb ein nachhaltiges Tourismus-Projekt ins Leben gerufen, um Verdienstmöglichkeiten für die Anrainer zu schaffen. Die Öko-Lodge Camp Amoureux liegt im Herzen des Trockenwaldes von Marofandilia und bietet 14 Zelte auf Holzplattformen mit eigenen Badezimmern.

Baobab Amoureux in Madagaskar

Über die Entstehung der „Baobab Amoureux“ wird eine zauberhafte Liebesgeschichte erzählt. (Bild: Shutterstock.com)

Seinen Namen hat die Anlage von den benachbarten „Baobab Amoreux“ – zwei ineinander verschlungene Baobab-Bäume der Gattung „Adansonia za“. Die Art ist endemisch auf Madagaskar und gedeiht nur in den südlichen und norwestlichen Regionen des Landes. Die Bäume erreichen eine Höhe von bis zu 40 Metern und einen Durchmesser von sechs Metern.

Dass Baobab-Bäume wie in diesem Fall förmlich zusammenwachsen, ist ungewöhnlich. Deshalb wird gerne die Legende erzählt, wonach sich vor Jahrhunderten eine junge Frau und eine junger Mann aus nahegelegenen Dörfern verliebten. Sie wünschten sich nichts sehnlicher, als gemeinsam unendlich zu leben. Allerdings waren beide schon anderen Ehepartnern versprochen. Das Paar flehte seinen Gott um Hilfe an. Er verwandelte die Liebenden daraufhin in die beiden Baobabas, um ihren Wunsch nach ewiger Einigkeit zu entsprechen.

Beitragsbild: Shutterstock.com

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