Kigali Convetion Centre
Natur & Tiere

Nyandungu: Stadtpark für Ökotourismus in Kigali

Von am 14. Dezember 2018

Im Jahr 2020 soll im größten Tal von Ruandas Hauptstadt Kigali ein bislang beispielloser Park für Ökotourismus eröffnet werden. Das Vorzeigeprojekt namens “Nyandungu Urban Wetland” wird auf einer Gesamtfläche von 134 Hektar Lebensraum für Wildtiere und Freizeitangebote für Einwohner und Touristen schaffen.

“Nyandungu ist ein Beispiel für Ruandas Vision, dass der Erhalt natürlicher Ökosysteme eine Win-Win-Situation darstellt”, sagt Faustin Munyazikwiye, stellvertretender Direktor der Umweltmanagementbehörde von Ruanda (REMA) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur IPS. Munyazikwiye betont, dass die Regierung in Nyandungu die ursprüngliche Flora und Fauna zum Nutzen von Wissenschaftlern, Einwohnern und Touristen wieder instand setzen möchte.

Geplanter Eingang zu „Nyandungu Urban Wetland“ (Bild: REMA, Twitter)

Die Mittel für das ehrgeizige Projekt werden im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen Ruanda und Italien bereitgestellt. Das “Global Green Growth Institute” (GGGI) mit Sitz in Seoul leistet technische Hilfe.

Francesco La Camera vom italienischen Ministerium für Umwelt, Landschafts- und Meeresschutz unterstrich beim “Africa Green Growth Forum” Ende November in Kigali, dass seine Regierung Ruanda in allen Bestrebungen für ein grünes Wachstum unterstützen möchte. Das ostafrikanische Land verfolgt das ehrgeizige Ziel, in den kommenden Jahrzehnten die CO2-Emissionen auf null zu reduzieren.

„Nyandungu Urban Wetland“ soll ein Erholungspark für Einheimische und Touristen werden (Bild: REMA, Twitter)

Durch die Zusammenarbeit mit GGGI soll sichergestellt werden, dass das Projekt den Standards für umweltfreundliches Wachstum entspricht. “Wir haben der ruandischen und der italienischen Regierung dabei geholfen, das Konzept zu entwickeln und das Projekt zu finanzieren”, sagt Okechuku Daniel Ogbonnaya vom GGGI. Man wolle Projekte unterstützen, die zeigen, dass grünes Wachstum positive Auswirkungen habe, so Ogbonnaya weiter.

Zu diesen Auswirkungen zählen etwa ein verbesserter Zugang zu sauberer Energie, die Verringerung von Treibhausemissionen sowie die Förderung eines nachhaltigen öffentlichen Verkehrsnetzes.

Die Regierung von Ruanda ist dafür bekannt, sich auf neues Terrain zu wagen. Bereits in den letzten Jahren hat sie drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der steigenden Umweltbelastung ergriffen: Bereits 2008 wurden Plastiktüten verboten. In der Recyclinganlage “Enviroserve Rwanda” wird Elektroschrott wiederverwertet. Und der “Bugesera International Airport” soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2020 der erste grüne Flughafen in Afrika sein.

„Für Ruanda und andere Länder sollte es das erklärte Ziel sein, zu 100 Prozent auf erneuerbare Energie zu setzen und damit die Emissionen auf Null zu reduzieren”, sagte Frank Rijsberman, Generaldirektor von GGGI. Für Rijsberman gehört dazu auch die vollständige Umstellung auf Elektromobilität, die seiner Meinung nach bald die günstigste Transportart sein wird. (Emmanuel Hitimana/IPS)

Titelbild: Kigali Convention Centre (Bildrechte: jgordon-moran, Shutterstock.com)

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